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Presseartikel 2020 Pressespiegel-Jahrgang 2020
Quelle: Neue Deister-Zeitung (NDZ) vom 07.08.2020
Eine Fundgrube für Archäologen
Am 17. August starten ergänzende Grabungen bei der historischen Glashütte in Klein Süntel
Von Johanna Lindermann
Hermann Wessling (v.l.), Klaus Vohn-Fortagne, Christian Leiber, Peter Nehmann und Friedrich-Wilhelm Wulf besprechen an der Stelle, an der die ergänzenden Grabungen ab dem 17. August stattfinden sollen, letzte Details. Foto: Lindermann
 
KLEIN SÜNTEL. Es tut sich wieder etwas am archäologischen Grabungsgelände in Klein Süntel: Zur weiteren Erforschung der historischen Glashütte hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erneut Gelder zur Verfügung gestellt (NDZ berichtete) – diese tragen nun zur Finanzierung einer ergänzenden glasarchäologischen Grabung bei, die am 17. August beginnt. Drei Wochen, bis zum 4. September, wird im Bereich der ehemaligen sogenannten Abraumhalde gegraben. Dazu werden auf einem etwa 1,50 Meter breiten und mehrere Meter langen Streifen Wiese und Wurzeln entfernt. Dieser Streifen grenzt in südöstlicher Richtung an die runden Fundamente an, die bereits freigelegt wurden. Dass sich in diesem Bereich die sogenannte Abraumhalde befindet, war durch die ursprüngliche geophysikalische Exploration festgestellt worden. Die Abraumhalde, so erklärt Hermann Wessling, der Vorsitzende von Forum Glas, sei „eine Fundgrube für Archäologen, weil sie dort auf wertvolle Funde hoffen“. Im Herbst folgen noch bauliche Sicherungsmaßnahmen, die derzeit ausgeschrieben werden. Dabei komme es darauf an, dass diese denkmalgerecht durchgeführt würden. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit“, sagt Wessling. Rund 41 000 Euro kosten beide Projekte zusammen, 25 000 Euro davon stammen von der DSD, weitere 15 000 Euro stellt die Niedersächsische Sparkassenstiftung zur Verfügung, die restlichen 1000 Euro sind Eigenmittel des Forum Glas. Bereits 2016 waren hier archäologische Grabungen durchgeführt worden; dabei wurde festgestellt, dass die Anlage in Klein Süntel durch einen von weltweit nur acht Glashüttentürmen einen besonderen Status hat. Kurz vor Beginn der erneuten Ausgrabungen hat sich das Leitungsteam, dem neben Wessling der Historiker Klaus Vohn-Fortagne, der ehemalige Holzmindener Kreisarchäologen Christian Leiber und der Architekt Peter Nehmann angehören, mit dem Bezirksarchäologen Friedrich-Wilhelm Wulf vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege vor Ort getroffen und letzte Details besprochen. Dazu zählt auch die besondere Situation der Grabungen durch die Corona-Pandemie. Anders als im Jahr 2016 stehe in diesem Jahr das angrenzende Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Klein Süntel nicht als Pausenunterkunft oder für die Benutzung der Toiletten zur Verfügung, erklärte Wessling. Allerdings habe das Senioren-Domizil den Helfern die Nutzung der Gäste-Toilette erlaubt. Und: „Pausen können im Schatten auf den Bänken gemacht werden“, so Wessling. Die nun bevorstehenden Arbeiten seien auch „ein wichtiger Schritt in die Endzukunft“, sagt Wessling. Sichtbar gemacht sollten etwa „die Einmaligkeit der runden historischen Fundamente“ und die freigelegten, mannshohen Schürkanäle. Im Zuge von baulichen Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der historischen Bausubstanz soll zudem später die freigelegten Fundamente witterungsfest gemacht werden, um sie künftig dauerhaft als Bodendenkmal der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Im Herbst solle dann zudem auch wieder ein Tag der offenen Grabung angeboten werden. Übrigens besteht das Grabungshelferteam, das ab dem 17. August vor Ort ist, aus Ehrenamtlichen – „zum Großteil sind es Helfer, die bereits 2016 wertvolle Erfahrungen gesammelt haben“, sagt Wessling. Er weist darauf hin, dass sich aber auch weitere Freiwillige, die sich für archäologische Grabungen interessieren, gerne bei ihm unter 05042/ 929416 melden können.
 
2018: Klaus Vohn-Fortagne nimmt die Funde der Grabung in eine Liste auf. Foto: Archiv/Rathmann
 
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